Schutzkleidung für Elektriker: Arbeithosen, Sicherheitsschuhe und Handschuhe

Arbeitskleidung für Elektriker: Arbeitshosen, Sicherheitsschuhe und Handschuhe
Arbeitskleidung für Elektriker: Arbeitshosen, Sicherheitsschuhe und Handschuhe

Schutzkleidung für Elektriker

Den klassischen Beruf des Elektrikers bzw. Elektroinstallateurs ersetzt in Deutschland seit 2008 offiziell die Ausbildung zum Elektroniker/in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Zum erweiterten Arbeitsfeld des Lehrberufs gehören Gebäudeautomatisierung sowie Einrichtung von Anlagen für Beleuchtung und Blitzschutz. Der Umgang mit nicht gesicherten oder freigeschalteten Stromanlagen sowie die mögliche Bildung gefährlicher Lichtbögen ist für Elektriker Arbeitsalltag. Dementsprechend streng reguliert sind die sich in der Arbeitskleidung Elektriker widerspiegelnden rechtsverbindlichen Vorschriften zur Unfallverhütung (UVV) durch Berufsgenossenschaft und DGUV (Deutsche Gesellschaft für Unfallversicherung). Da die Arbeitskleidung von Elektrikern in die Kategorie Schutzkleidung fällt, hat der Arbeitgeber diese zu stellen oder die Kosten dafür zu tragen.

Arbeitskleidung für Elektriker – vorschriftsmäßig sicher gegen Lichtbögen

Arbeitskleidung als Schutzkleidung für Elektriker unterliegt besonders strengen Normen und Vorschriften. Wie die komplette Ausrüstung im Einzelfall beschaffen sein muss, hängt maßgeblich vom jeweiligen Gefährdungspotential ab. Besteht laut GUV eine thermische Gefährdung durch Störlichtbögen(bgi/guv-i 5188), ist in jedem Fall die vorschriftsmäßige Schutzkleidung zu tragen. Die klassische Farbe für Elektriker-Arbeitskleidung ist Rot in Abgrenzung zum „Blaumann“ für den Klempner, mittlerweile gibt es auch spezielle Störlichtbögen-Kollektionen Klasse 2 als Rundum-Schutz in Blau (Royal/Marine) oder in Anthrazit. Arbeitsschutzrechtlich vorgeschrieben ist die Farbwahl nicht, relevant ist alleine die garantierte Schutzleistung der verarbeitenden Materialien. Neben schwer entflammbarer Baumwolle kommen zunehmend synthetische Fasern auf dem neuesten Stand der Entwicklung wie Aramid (organische Kunstfasern) zum Einsatz. Die Kombination aus langer Bundhose oder Latzhose und langärmeliger Jacke ist auch bei Wärme aus Sicherheitsgründen immer komplett geschlossen zu tragen.

Sicherheitsschuhe für Elektriker – nach Norm isolierend in Schutzklasse BIS SB EP WRU FO SRC

Herkömmliche ESD-Schuhe garantieren dem Elektriker bei der Arbeit keinen ausreichenden Schutz und kommen als Sicherheitsschuhe nicht in Frage. ESD steht für Electrostatic Discharge und bietet Schutz vor elektrostatischer Aufladung beim Kontakt Mensch-Schuh-Boden zum Beispiel durch Feuchtigkeit. Solche Schuhe werden unter anderem im Baugewerbe oder von Installateuren getragen und sind als Sicherheitsschuhe für Elektriker ungeeignet, da nicht ausreichend Schutz vor Starkstrom bietend. Hier bedeutet die Wahl der falschen Arbeitsschuhe im Unglücksfall Lebensgefahr. Korrekte Sicherheitsschuhe für Elektriker entsprechen den in Deutschland gültigen VVU-Normen der Schutzklasse BIS SB EP WRU FO SRC. Die Arbeitsschuhe sind geprüft mit Spannung 18000V (trockene Umgebung), haben Kunststoffkappen und sind sicher gegen Durchtritte und Schnitte. Sicherheitsschuhe mit ergonomischer Formung sowie angenehme Polsterung und Rutschfestigkeit erhöhen den Tragekomfort.

Elektriker Handschuhe aus Gummi mit sicherer Isolierung

Als Elektriker Handschuhe in Frage kommen ausschließlich isolierende Exemplare aus Gummi bzw. Latex. Dabei ist auf die Wahl von Arbeitshandschuhen der Klasse 0 zu achten, um auch Arbeiten an Starkstromanlagen bis 1.000 Volt Wechselspannung/1.500 Volt Gleichspannung (nach EN 60903) gefährdungsfrei zu ermöglichen. Mit diesen Schutzhandschuhen lassen sich unter anderem gefahrlos Kabel anfassen und verlegen sowie elektrische Arbeiten an U-Bahnen und Zügen durchführen. Latexhandschuhe der Klasse OO hingegen sind lediglich für elektrische Arbeiten bis maximal 500 Volt geeignet und werden zum Beispiel von Bauarbeitern und KFZ-Mechanikern getragen. Die Gummihandschuhe sind ergonomisch geformt und in zwei Längen erhältlich.

Arbeitshose für Elektriker aus Baumwolle oder Kunstfaser mit speziellem Flammschutz

Eine zuverlässig Sicherheit bietende und nach EN ISO 11612 zertifizierte Arbeitshose für Elektriker ist aus speziell mit Flammschutz versehener Baumwolle oder moderner Kunstfaser wie hitzebeständigem Aramid gefertigt. Wichtig ist neben Schutz vor Durchströmung und Verbrennungen ein Optimum an ergonomischer Bewegungsfreiheit und Strapazierfähigkeit. Für ein Mehr an Komfort ist die Arbeitshose mit einem speziellen Knieschutz versehen. Ob eine Latzhose oder eine Bundhose als Arbeitshose Elektriker gewählt wird, ist im Prinzip für den Sicherheitsaspekt unerheblich. Hier bestimmen der „Look“ der Firma, persönliche Vorlieben oder die Umstände der Arbeitseinsätze die bevorzugte Wahl.

Weitere Schutzkleidung einschließlich Zubehör für Elektriker

Die komplette PSA, die persönliche Schutzausrüstung des Elektrikers ist nach den jeweiligen Gegebenheiten bei den Arbeitseinsätzen auszuwählen. Denn neben der Gefahr von Körperdurchströmung und hochgradigen Verbrennungen durch Stichflammen bei einer Lichtbogen-Bildung können Explosionen infolge der Druckwellen zu lebensgefährlichen Verletzungen führen. Eine spezielle Schutzbrille sowie ein Helm für Elektriker runden daher das Zubehör der Arbeitskleidung sinnvoll ab. Bei Tätigkeit im Kundenservice zum Beispiel im Elektrofachhandel kommt ein Arbeitskittel für Elektriker mit aufgesticktem Firmenlogo professionell zum Einsatz.

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